BRIGITTE REISCH RAICH - Diplom Legasthenietrainerin - Diplom Mentaltrainerin und Evolutionspädagogin - Lernberatung - Praktische Pädagogik Kufstein Tirol
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BRIGITTE REISCH RAICH - Diplom Legasthenietrainerin - Diplom Mentaltrainerin und Evolutionspädagogin - Lernberatung - Praktische Pädagogik Kufstein Tirol

Siebenbürgerstr. 3 6330 Kufstein

Jeder ist ein Genie!
Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann,
wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

Albert Einstein (1879-1955)

 

LEGASTHENIE / LESE-RECHTSCHREIBSCHWÄCHE - DYSKALKULIE / RECHENSCHWÄCHE

„Vieles deutet darauf hin, dass mein Kind zu ganz besonderen Leistungen fähig sein wird!“
Diese oder ähnliche Gedanken spielen sich im Kopf vieler Eltern legasthener Kinder ab, bevor ihre Kinder in die Schule kommen.

Tatsächlich fallen legasthene Kinder in der Vorschulzeit oftmals durch besondere Begabungen auf. So zeigen sie meist eine besonders hohe Auffassungsgabe, sind im Umgang mit technischen Dingen oftmals sehr geschickt oder können sich vertieft stundenlang mit Spielen, die sie interessieren, beschäftigen.

Desillusionierend sind dann auftretende Schwierigkeiten beim Erlernen des Schreibens, Lesens und/ oder Rechnens, die sich jedoch nicht gleich bei Schulbeginn zeigen müssen.
Denn: Viele legasthene Kinder können ihre differente Wahrnehmung einige Zeit durch ihre Intelligenz kaschieren.
Das Kind versucht somit alles in seiner Macht Stehende, um mit dem von ihm Verlangten fertig zu werden.

Die Probleme zeigen sich somit erst, wenn die Informationsflut zu groß wird.

 

Legasthene Kinder haben eine andere Sinneswahrnehmung und sind dadurch im Umgang mit Symbolen wie Buchstaben oder Zahlen nicht so geschickt wie andere Menschen.

 

Trotz normaler Begabung hat das Kind Schwierigkeiten beim Erlernen der Rechtschreibung, des Lesens und/oder des Rechnens. Dies betrifft ca. 15 % der Weltbevölkerung und ist meist auf biogenetische Umstände zurückzuführen.

 

Man unterscheidet folgende Sinneswahrnehmungen:

 

Optische Differenzierung: Das ist die Fähigkeit, Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden (z.B. Unterschied zwischen “a” und “o” oder zwischen “h” und “k” sehen).


Optisches Gedächtnis: Das ist die Fähigkeit, sich Gesehenes zu merken, abzuspeichern und wenn nötig, wiederzugeben (z.B. sich merken wie ein Wort geschrieben wird).


Optische Serialität: Das ist die Fähigkeit, Gesehenes der Reihe nach ordnen zu können (z.B. die Abfolge von Buchstaben in einem Wort oder Reihenfolge der Zahlen)


Akustische Differenzierung: Das ist die Fähigkeit, aus dem Gehörten Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden (z.B. Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen, Unterschied zwischen “g” und “k”).


Akustisches Gedächtnis: Das ist die Fähigkeit, sich Gehörtes zu merken, abzuspeichern und wenn nötig, wiederzugeben (z.B. sich merken was der Lehrer gesagt hat, sich eine gehörte Geschichte merken).


Akustische Serialität: Das ist die Fähigkeit, Gehörtes der Reihe nach ordnen zu können (z.B. beim Wort “rund”, zuerst “n” und dann “d” hören).


Raumorientierung: Das ist die Fähigkeit, sich in Raum und Zeit sowie mit Größen und Mengen zurecht zu finden (z.B. Unterschied zwischen “vor” und “hinter”, zwischen “oben” und “unten”).


Körperschema: Das ist die Fähigkeit, den eigenen Körper einzuschätzen (z.B. rechts und links unterscheiden können).

Wenn ein Kind z.B. Schwierigkeiten mit der optischen Differenzierung, also mit der Fähigkeit Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden, hat, so kann es beim Lesen und Schreiben zur Verwechslung von “a” und “o” kommen, oder von “d” und “b”.

 

Durch diese differenzierten Sinneswahrnehmungen hat ein Kind auch Schwierigkeiten, aufmerksam zu sein, d.h. bei der Sache zu bleiben.

 

Damit ein Kind lernt mit seiner Legasthenie / Dyskalkulie umzugehen, muss es lernen, immer aufmerksam zu sein, die differenzierten Sinneswahrnehmungen trainieren und an den Symptomen arbeiten.

 

Der Ansatz der AFS-Methode, einer offenen Methode, besteht aus nachfolgenden Elementen:

1. Das bewusste Steigern der Aufmerksamkeit (A)

2. Die Sinneswahrnehmungen / Funktionen (F) sollen durch das gezielte Training verbessert werden

3. Im Symptombereich (S), also beim Schreiben, Lesen und Rechnen, müssen spezielle Techniken zur Erarbeitung angewendet werden.

4. Zeit, Geduld und viel Lob :-)

5. Die Motivation zu fördern und das Selbstvertrauen zu stärken

 

Da ein Üben an den Fehlern bzw. im Symtombereich nicht den gewünschten Erfolg bringen wird, muss ein Legasthenie-Training die Förderung aller Bereiche der AFS-Methode beinhalten.

 

Sekundärlegasthenie

Wenn zusätzlich Probleme auf der psychischen oder physischen Ebene bemerkbar sind, spricht man von einer Sekundärlegasthenie. Diese Probleme entstehen, wenn die Legasthenie nicht rechtzeitig erkannt wird und das Kind nicht dementsprechend gefördert wird. Zusätzlich zur Förderung im pädagogisch-didaktischen Bereich durch eine diplomierte Legasthenie-Trainerin muss hier eine individuelle Intervention durch Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, usw. erfolgen.

 

Daher ist es besonders wichtig, dass eine vorliegende Legasthenie rechtzeitig erkannt wird und das Kind entsprechend gefördert und unterstützt wird.

 

Einige Anzeichen für eine mögliche Legasthenie können sein:

- leicht ablenkbar wenn es Buchstaben oder Zahlen geht
- die Aufmerksamkeit kann über einen längeren Zeitraum nicht gehalten werden
- braucht für das Schreiben, Lesen oder Rechnen bzw. für die Hausübung sehr lange
- schwer leserliches Schriftbild
- stockendes Lesen
- immer wieder abwesend
- „Tagträumer“
- verzögertes Merkvermögen bei Buchstaben/Wörtern/ Zahlen
- geringe Merkfähigkeit z.B. beim Auswendiglernen (1x1)
- viele Fehler in den Ansagen / Diktaten
- vermehrtes Üben führt nicht zum Erfolg
- Buchstaben oder Zahlen werden verwechselt (b/d, v/f…)
- das gleiche Wort unterschiedlich in einem Text schreibt (z.B: Pizza/piza/biza/ Piza)

 

Sollte eine Legasthenie bei Ihrem Kind festgestellt worden sein bzw. Sie Anzeichen für eine Legasthenie erkennen, so sollte bald eine gezielte Förderung erfolgen!

Ablauf & Training

 

Ich führe mit Ihnen ein Anamnesegespräch durch, um generelle Informationen zu  bekommen, die für die Diagnose und das Training wertvoll sind.

Im Anschluss führe mit Ihrem Kind den AFS-Computertest (Dauer ca. eine Stunde) sowie Rechtschreib-, Lese- und bei Bedarf Rechentests durch, um eine mögliche Legasthenie/LRS oder Dyskalkulie/RS festzustellen.

Danach erhalten Sie ein pädagogisches Gutachten sowie einen vorläufigen Trainingsplan.

Wenn Sie möchten, unterstütze ich Sie bei der Kommunikation mit den Lehrern Ihres Kindes.

Das Training sollte einmal wöchentlich für 60 Minuten stattfinden.

 

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme

Brigitte Reisch-Raich

Tel: 0043-664-6259443

b.reisch-raich@kufnet.at

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